Zeltlos glücklich – Kapitel I: „Die Weser“


Jun 30, 2026
Kategorie: kcg
Erstellt von: Mmikus
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Wer sagt eigentlich, dass eine mehrtägige Wanderfahrt immer mit Zelt, Isomatte und schlaflosen Nächten verbunden sein muss? Natürlich gehört für viele Paddler genau das dazu – Regen, Kälte und ein Schlafplatz irgendwo zwischen Bootshalle und Tarp. Doch mit den Jahren darf es auch mal etwas bequemer werden. Und so haben wir ein neues Kapitel aufgeschlagen: „Zeltlos glücklich“.

Unser erstes Abenteuer führte uns an die Weser. Am Freitag reisten wir nach Polle, setzten Bus, Bootsanhänger und einen PKW nach Hameln um und bezogen anschließend unsere gemütlichen Unterkünfte auf dem Campingplatz Weserterrassen. Kleine Appartements, Ferienwohnungen und eine hervorragende Gastronomie sorgten für einen entspannten Start in das Wochenende.

Was allerdings niemand eingeplant hatte: Ausgerechnet unser Tourenwochenende fiel auf das heißeste Juniwochenende aller Zeiten. Temperaturen von fast 40 Grad sorgten dafür, dass sich unsere Gruppe auf elf unerschrockene Paddlerinnen und Paddler reduzierte. Doch Aufgeben war keine Option – wir waren bestens vorbereitet!

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Jedes Boot war mit Wasserpistolen ausgestattet, und wenn deren Reichweite einmal nicht ausreichte, kamen kurzerhand die Paddel zum Einsatz. So entwickelte sich aus der Wanderfahrt schnell eine riesige Wasserschlacht. Es wurde gespritzt, geplanscht und gelacht, sodass die 24 Kilometer bis zur blauen Brücke in Hehlen wie im Flug vergingen. Die Affenhitze? Fast vergessen!

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Nach der ersten Etappe teilte sich unsere Gruppe in Daspe/Hehlen auf die Ferienwohnung Flower Power und den Landgasthof Hoffmeister auf. Da wir uns auf den Spuren des berühmten Lügenbarons Münchhausen bewegten, entstanden unterwegs natürlich auch die wildesten Geschichten – ganz im Sinne des berühmtesten Sohnes der Region.

Den perfekten Abschluss des ersten Tages bildete ein gemeinsames Abendessen im urigen Bahnhof Hehlen. In geselliger Runde wurde viel gelacht und der erlebnisreiche Tag noch einmal Revue passieren gelassen.

Nach einem liebevoll vorbereiteten Frühstück auf der Terrasse des Landgasthofs Hoffmeister ging es am Sonntag weiter Richtung Hameln. Auch an diesem Tag blieb bei den zahlreichen Wasserschlachten kein Zentimeter trocken. Vorbei an den 146 Meter hohen Kühltürmen vom stillgelegten AKW Grohnde paddelten – oder besser gesagt planschten – wir unserem Ziel entgegen.

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Am Ruderclub Weser Hameln hatten wir bereits von Köln aus angefragt ob wir wohl hier unsere Tour beenden dürften.
Uns erwartete ein wunderschönes Vereinsgelände und wir durften uns frisch machen und unsere Boote in aller Ruhe verladen. Für die außergewöhnliche Gastfreundschaft möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken!

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Den Abschluss unseres Wochenendes genossen wir bei einem gemeinsamen Essen in der Tündernschen Warte, einem herrlich gelegenen Ausflugslokal direkt neben dem Ruderverein. Aufgrund der extremen Temperaturen waren wir dort fast die einzigen Gäste – viele Lokale entlang der Weser hatten wegen der Hitze sogar spontan geschlossen.

Mit vielen schönen Erinnerungen, unzähligen Lachern und jeder Menge Wasserschlachten im Gepäck ging es schließlich zurück zum KCG.

Unser Fazit: Auch ohne Zelt kann eine Wanderfahrt echtes Abenteuer bedeuten. Mit den richtigen Menschen, bester Laune und einer ordentlichen Portion Wasserspaß werden selbst 40 Grad zur perfekten Kulisse für ein unvergessliches Wochenende.

„Zeltlos glücklich“ – wir freuen uns schon auf das nächste Kapitel!

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